Beratung und Tests im Checkpoint Regensburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Beratung und Testung

 Anonym, persönlich, sicher!

 HIV-Schnelltest und HIV-Labortest

 Tests auf Hepatitis, Syphilis, Gonokokken und Chlamydien!

 am 1. und 3. Dienstag des Monats, 17.30 bis 19.00 Uhr

 

im Praxiszentrum Alte Mälzerei

(2. Stock, Beschilderung beachten)

Galgenbergstraße 25

93053 Regensburg

 

Bitte kommen Sie frühzeitig! Da wir nur begrenzte Kapazitäten haben, müssen wir uns vorbehalten, im Einzelfall Testkunden auf den nächsten Termin zu verweisen!

 

 

 

 

Anstehende Test-Abende (jeder 1. und 3. Dienstag des Monats, außer an Feiertagen):

 

Di, 21.05.2019 von 17:30 bis 19:00
„“Di, 4.06.2019 von 17:30 bis 19:00
„“Di, 18.06.2019 von 17:30 bis 19:00
„“Di, 2.07.2019 von 17:30 bis 19:00
„“Di, 16.07.2019 von 17:30 bis 19:00

 

 

Kosten der einzelnen Tests:

(einzelne Preise können bei Sonderaktionen abweichen)

 

 

Informationen zum Schwulen Gesundheitscheck finden Sie hier

 

 

 

 

 

  

Warum eigentlich ist ein HIV-Test so wichtig?

 

Die HIV-Diagnose ist der erste Schritt in die so wichtige und erfolgreiche HIV-spezifische medizinische Versorgung. Die medikamentöse Behandlung der HIV-Infektion hat seit dem Beginn der antiretroviralen Therapie im Jahr 1995 sehr große Fortschritte gemacht: die Behandlung der HIV-Infektion verhindert, dass sich HIV weiter massenhaft vermehren kann, so dass nur noch sehr, sehr wenige HIV messbar bleiben (man spricht von einer Virusbelastung unter der Nachweisgrenze). Dieses Absenken der Virusmenge belastet das Immunsystem nicht mehr weiter, so dass der Fortgang der Infektion gestoppt wird. Da die Medikamente sehr nebenwirkungsarm geworden sind (anders als in der Anfangszeit der antiretroviralen Therapie), können sie sehr langfristig eingenommen werden. Menschen mit HIV, die rechtzeitig diagnostiziert und behandelt werden, haben also beste Aussichten, dass sie eine Aids-Erkrankung bis ins hohe Alter verhindern und ein Leben ohne Verlust an Lebensqualität und/oder an Lebensjahren führen können.

Der HIV-Test kann also der entscheidende Schritt zur Erhaltung der eigenen Gesundheit sein. Die Behandlung der HIV-Infektion hat aber zusätzlich einen weiteren wichtigen Effekt, der für viele Menschen mit HIV nicht weniger wichtig ist: das Absenken der Virusmenge u.a. in Blut, Sperma und Scheidenflüssigkeit des HIV-Positiven bewirkt, dass sogar diese normalerweise infektiösen Körperflüssigkeiten ihre Infektiösität verlieren. Antiretroviral behandelte HIV-Positive sind also nicht mehr infektiös, von ihnen geht daher keinerlei Infektionsgefahr aus. Die Einnahme der Medikamente ist also nicht nur entscheidend für die Erhaltung der eigenen Gesundheit, sie schützt auch den Partner oder die Partnerin vor einer Infektion.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Regensburg gibt es eine Immunambulanz an der Uniklinik Regensburg und eine sogenannte HIV-Schwerpunktpraxis, wo HIV-Spezialisten für die HIV-spezifische medizinische Versorgung zur Behandlung HIV-positiver Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen. Diese Ärzte untersuchen eingehend und verschreiben dann die notwendigen Medikamente – die sogenannten antiretrovirale Kombinationstherapie . Heute wird die Einnahme dieser Medikamente anders als noch vor wenigen Jahren allen HIV-Patienten bereits ab dem Augenblick der HIV-Diagnose empfohlen.

 

Wann sollte ich an einen Test denken? Sollte ich mich regelmäßig testen lassen?

 

HIV kann übertragen werden beim Sex ohne Kondom, wenn der Sexpartner oder die Sexpartnerin HIV-infiziert ist, aber nicht erfolgreich medikamentös behandelt wird. HIV kann auch übertragen werden, wenn ich intravenös Drogen konsumiere und dabei unsteriles Spritzbesteck verwende, das vorher von einem Menschen benutzt wurde, der HIV-infiziert ist, aber nicht erfolgreich medikamentös behandelt wird. Eine einzige Risikosituation reicht theoretisch für eine Ansteckung aus und mit der Anzahl der Risikosituationen steigt natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass eine Infektion bereits stattgefunden hat (hier finden Sie Informationen zu Safer Sex und Safer use).

Das Risiko von Sex ohne Kondom ist allerdings für Männer, die Sex mit Männern  haben(MSM), viel größer als für heterosexuelle Männer und Frauen, da unter den Männern, die Sex mit Männern haben, ein viel höherer Anteil HIV-infiziert ist, ohne es zu wissen. Das Risiko eines MSM, auf einen Sexpartner zu treffen, der HIV-infiziert ist, ohne es zu wissen, ist rund 300 Mal so hoch, wie das Risiko eines heterosexuellen Menschen, auf eine/n HIV-infizierten Sexpartner*in zu treffen, der/die nichts von der HIV-Infektion weiß.

Wir empfehlen daher MSM regelmäßig einmal im Jahr zum HIV-Test zu gehen. Bei häufigen sexuellen Kontakten und/oder vielen verschiedenen Sexualpartnern empfehlen wir den Abstand zum letzten Test zu verkürzen auf 6 Monate oder sogar 3 Monate. Wir empfehlen diese häufige Testung auch dann, wenn jemand meint, dass er bei den sexuellen Kontakten kein Risiko eingegangen ist. Ein Test ist einfach durchzuführen und kostet wenig Zeit und Geld, aber eine unerkannte Infektion richtet vergleichsweise großen Schaden an. Weitere Informationen für MSM, insbesondere zum schwulen Gesundheitscheck, finden Sie hier!

Wir empfehlen Menschen, die Drogen intravenös konsumieren, regelmäßig einmal im Jahr zum HIV-Test zu gehen. Bei häufigem Drogenkonsum empfehlen wir den Abstand zum letzten Test zu verkürzen auf 6 Monate oder sogar 3 Monate. Wir empfehlen diese häufige Testung auch dann, wenn jemand meint, dass er beim Drogenkonsum kein Risiko eingegangen ist.

Wir empfehlen heterosexuellen Menschen den HIV-Test in Abhängigkeit von ihrem Verhalten.

Wer häufig wechselnde Sexualpartner*innen hat, sollte regelmäßig einmal im Jahr zum HIV-Test zu gehen. Dies gilt insbesondere bei sexuellen Kontakten mit Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern, aber auch bei sexuellen Kontakten in Swingerclubs oder privat organisierten Sexparties. Wer Sex im Urlaub, insbesondere in Afrika, Asien und/oder Südamerika hatte, sollte nach dem Urlaub einen Test machen lassen. Dies gilt ganz besonders, wenn der Urlaub den Zweck hatte, sexuelle Kontakte eingehen zu wollen – auch, wenn für den Sex nicht mit Geld bezahlt werden musste. Allen anderen heterosexuellen Menschen empfehlen wir, spätestens vor Aufnahme einer neuen Partnerschaft, einen Test zumindest in Erwägung zu ziehen oder durchführen zu lassen.

Für alle gilt…

Neuinfektionen passieren meistens im Kontakt mit Infizierten, die seit ihrer eigenen Infektion noch gar nicht getestet wurden und daher selbst noch gar nicht wissen, dass sie infiziert sind. Das höchste Risiko liegt im Kontakt mit sehr frisch infizierten Menschen (Infektion erst wenige Wochen bis Monate alt), da in den ersten Wochen der Infektion die Virusmenge im Körper des Infizierten massiv ansteigt und dadurch die Infektiösität gerade in dieser Zeit viel höher als im weiteren Verlauf der Infektion ist. Wer ein Risiko hatte, sollte sich unbedingt mit uns beraten, ob und wann ein Test möglich ist und welcher Test wann in Frage kommt. Lieber einmal zu oft getestet als eine Infektion zu viel riskiert! 


Natürlich gilt weiterhin, dass es möglich ist, sich mit einem Kondom oder einer medikamentösen Prophylaxe (PrEP) vor einer Infektion zu schützen. Wenn aber der Schutz nicht funktioniert hat, ist das nicht das Ende aller Möglichkeiten, sondern dann gilt es, möglichst sachgerecht und verantwortungsvoll mit der neuen Situation umzugehen, um Schaden zu vermeiden oder zu minimieren.

Für alle gilt… der Leitsatz: im Zweifel lieber einen Test durchführen lassen!

 

Ich habe Angst, dass ich mich mit HIV angesteckt haben könnte! Ab wann kann ich mich nach einem Infektionsrisiko auf HIV testen lassen? Gibt es sonst irgendetwas Sinnvolles, das ich nach einem Infektionsrisiko unternehmen kann?

 

Was sinnvoll ist hängt von der Höhe des Risikos ab und davon, wie lange das Risiko zurückliegt.

Bis zu 3 Tage nach einem ernsthaften Risiko (am besten aber so schnell wie möglich) ist es möglich, über die Einnahme von Medikamenten nachträglich, also nachdem das Risiko stattgefunden hat, das Risiko einer Infektion zu reduzieren oder zu beseitigen: die sogenannte Post-Expositionsprophylaxe (kurz: PEP). Die Infektion passiert nämlich nicht schon beim Eindringen des HIV in den Körper der betroffenen Person, sondern erst, wenn sich HIV eine Zielzelle gefunden und sich in dessen Erbinformation eingebaut hat. Zwischen Eindringen in den Körper und erfolgreichen Einbau in die Erbinformation vergehen jedoch eine unbestimmte Anzahl von Stunden. Man glaubt, dass HIV mindestens zwei Stunden und maximal 72 Stunden braucht, um die Infektion herzustellen. Daher ist die Chance, dass eine PEP erfolgreich ist am höchsten, je kürzer das Risiko zurückliegt – im Idealfall bereits wenige Stunden nach dem Risiko. Wer sich unsicher ist, sollte also unbedingt einen spezialisierten Arzt aufsuchen (Adressen unter HIV-spezifische medizinische Versorgung) oder bei uns in der Beratungsstelle anrufen.  Die Dauer der Medikamenteneinnahme beträgt 4 Wochen. 

Ab 4. Tag bis ca. 2 Wochen nach dem Risiko gibt keine sinnvolle präventive oder diagnostische Maßnahme. Am besten die Beratungsstelle anrufen und/oder aufsuchen, um in dieser Zeit das weitere Vorgehen zu überlegen.

Ab ca. 2 Wochen nach dem Risiko bis zu 6 Wochen nach dem Risiko ist es möglich, einen HIV-Labortest oder eine sogenannte PCR durchführen zu lassen. Beide Tests können ab dieser Zeit bereits eine Infektion finden, aber sie können eine Infektion noch nicht mit letzter Sicherheit ausschließen. Wenn also in der Zeit zwischen ab 2 bis 6 Wochen nach dem Risiko ein Test durchgeführt, aber kein Beleg für eine HIV-Infektion entdeckt wird, muss der Test unbedingt nach Ablauf der 6-Wochenfrist wiederholt werden. Im Einzelfall kann ein Test vor Ablauf der Sicherheitsfrist von 6 Wochen sinnvoll sein – das hängt einerseits von der Ernsthaftigkeit des Risikos ab, aber auch vom Vorhandensein einer Symptomatik, die die Annahme einer akuten Infektion nahe legt. Wir empfehlen in diesem Fall dringend, sich bei uns telefonisch oder persönlich beraten zu lassen.

Ab 6 Wochen nach dem Risiko kann der HIV-Labortest mit sicherem Ergebnis durchgeführt werden – dazu ist eine Blutentnahme erforderlich. Da das Blut von einem Labor getestet wird, liegt ein Ergebnis erst in der Folgewoche vor (ab Montag 13.00 Uhr). Dieser Test ist für jeden Ausgang sicher und muss nicht wiederholt werden!

Ab 12 Wochen nach dem Risiko kann ein sogenannter HIV-Schnelltest durchgeführt werden und hat dann auch genauso sicher wie ein Labortest. Drei Tropfen Blut aus der Fingerkuppe reichen für den HIV-Schnelltest, den wir anwenden, aus und das Ergebnis liegt bereits nach ca. 30 Minuten vor. Wenn der HIV-Schnelltest 12 Wochen nach dem Risiko nichts findet, ist eine HIV-Infektion sicher auszuschließen. Der Test ist sicher und muss nicht wiederholt werden!  Zeigt der Test eine Reaktion (wir sprechen von einem reaktiven HIV-Schnelltest), dann ist eine Blutentnahme und eine Überprüfung im Labor notwendig.

 

Was ist eigentlich genau ein HIV-Schnelltest?

Der von uns verwendete HIV-Schnelltest ist ein Testverfahren, das nur etwa 30 Minuten in Anspruch nimmt, um zu beantworten, ob eine HIV-Infektion ausgeschlossen werden kann. Allerdings gilt für den Schnelltest, dass man nach dem Risiko mindestens 12 Wochen warten muss, bis der Test die HIV-Infektion sicher ausschließen kann. Das Schnelle am Schnelltest ist also nicht der geringe zeitliche Abstand zwischen Risiko und Test, sondern zwischen Test und Testergebnis (reduziert sich von mehreren Tagen auf 30 Minuten). Es gibt viele Menschen, die gerade diese “nervige” Wartezeit zwischen Test und Ergebnis möglichst kurz haben wollen.
Unser HIV-Schnelltest funktioniert so, dass ca. drei Tropfen Blut auf ein Testfeld einer sogenannten Testkassette aufgebracht werden. Nach etwa 30 Minuten kann man anhand von Farbstreifen ablesen, ob der Test reagiert, also HIV-Antikörper gefunden hat, oder nicht.

Wenn der Test nicht reagiert, gilt mit hoher Sicherheit, dass man nicht HIV-infiziert ist – das Testverfahren ist damit abgeschlossen.

Wenn der Test reagiert, spricht man nicht von einem HIV-positiven Ergebnis, sondern lediglich von einem reaktiven Testergebnis, da das Testergebnis überprüft werden muss. Dann ist das Testverfahren noch nicht abgeschlossen, sondern es muss Blut abgenommen werden und es dauert 2 – 5 Tage, bis das Ergebnis des Bestätigungsverfahrens vorliegt. Im Einzelfall kann es passieren, dass sich das reaktive Ergebnis des Schnelltests im Bestätigungsverfahren als falsch erweist (dass die Person also tatsächlich nicht HIV-infiziert ist), aber meistens wird ein reaktiver Schnelltest und damit die Diagnose “HIV-infiziert” im Bestätigungsverfahren bestätigt.

 

Wird noch mehr getestet?

Man weiß seit langem, dass die HIV-Infektion oft im Zusammenhang mit anderen sexuell übertragbaren Infektionen auftritt. Wir bieten daher Tests auf weitere, häufig auftretende sexuell übertragbare Infektionen an. Das sind die Syphilis (auch Lues genannt), die Hepatitis B und C und die Gonokokken-(Tripper) und Chlamydien-Infektionen. Wenn diese Infektionen erkannt und behandelt werden, sinkt das Risiko sich mit HIV zu infizieren oder HIV weiterzugeben. Weitere Informationen zu Syphilis, Chlamydien und Gonokokken finden Sie hier!

Weitere Informationen zum schwulen Gesundheitscheck 

finden Sie hier!

 

Was sollte man noch wissen?

Die Beratung ist kostenlos und anonym. Die Tests sind ebenfalls anonym und preisgünstig(Preisliste siehe oben) oder im Rahmen von gesponsorten Aktionen  sogar kostenfrei. Es ist keine Versicherungskarte notwendig.

 

 

Wir testen für Ihre sexuelle Gesundheit!